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				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Wie sicher ist denn nun der Sichtflug durch die Vulkan-Asche?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/04/21/wie-sicher-sichtflug</link>
			<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 06:08:06 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
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<category domain="alt">Politik</category>
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						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Wie sicher ist denn nun der Sichtflug durch die Vulkan-Asche? Antwort: Im Prinzip sehr sicher. Aber das kommt darauf an, ob Sie Aktionaer, Pilot oder Passagier sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eins vorweg: Der Kunstgriff, einer Gefahr, die sich nicht zuletzt durch eingeschraenkte Sicht manifestiert [im Falle von Scheiben-Laesionen durch den Sandstrahl-Effekt der Aschepartikel] durch den Umstieg von Instrumenten-Navigation auf kontrollierten Sichtflug zu begegnen, zeugt von der fadenscheinigen und billige versicherungstechnische Pseudo-Abwaelzung der juristischen Verantwortung auf die Piloten, die letztlich de facto kaum Entscheidungsfreiheit im Rahmen ihres Arbeitsvertrags haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also, naehern wir uns des Problems einmal von der technischen Seite an; Offensichtlich hat dies ja bisher noch niemand mit flugzeugtechnischen Sachverstand getan. Und wie immer versteht es sich von selbst, dass man sich hierbei von gefaehrlichen Halbwissen und Spekulation weitestgehend freimachen sollte und stattdessen versuchen, auf die vorhandenen Fakten zu rekurrieren:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da haetten wir zunaechst die Erfahrungen aus vorangegangen Vulkan-Asche-Incidents; Neben dem bereits erwaehnten Glas-Strahleffekten mit folgender Sichteinschraenkung imponiert hauptsaechlich ein weiterer als kritisch klassifizierter Effekt: Der Ausfall aller vier Engines.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interessant nun die dafuer herangezogene Erklaerung: Die Motoren wuerden 'verkleben'. Dazu stelle ich einmal folgendes in den Raum: Waere die Core-Engine eines Jet-Triebwerks 'verklebt', liesse sie sich auch nicht nach dem in solchen Faellen immer zu erfolgenden kontrollierten Sinkfluegen restarten. Vielmehr handelt es sich um ein relativ normales Phaenomen: Der Motor benoetigt in der Startphase zum einen eine gewisse Mindest-Drehzahl [die sich auf Grund der Luftdichte in einem relativ engen Speed-Altitude-Korridor abspielt]; Zum Anderen eine fuer das Anstossen des Verbrennungsvorgangs festgesetzte Sauerstoff-Saettigung. Ist letztere nicht vorhanden, passiert, was den meisten Autofahrern noch von frueher gelaeufig sein duerfte: Der Motor ueberfettet und saeuft ab. Konsequenz fuer den Piloten: Man bringt das Flugzeug auf Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Verringerung der Flughoehe, bis sich die Motoren wieder starten lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus dem Gesagten wird nun klar, dass hoechstwahrscheinlich die Motoren des damals von der Asche betroffenen Jets auf Grund von akutem [durch den Asche-Anteil der Luft hervorgerufenen] Sauerstoffmangel erloschen sind und nicht 'verklebt'. Wie mir ein guter Freund, seines Zeichens selbst 40 Jahre Flugzeug-Ingenieur, versicherte, ist darueberhinaus der Bypass-Anteil des Intakes moderner Motoren bei ca. 80/20, sodass nach dem zusaetzlich reinigend wirksamen Zentrifugaleffekt der ansaugenden Turbinenschaufeln von dem gesamten Luftdurchsatz nur ca. 10% der Partikel effektiv in die Core-Engine gelangen koennen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fassen wir also vorerst zusammen: Solange die Scheiben optisch keine Sicht-Beeintraechtigungen durch Ascheeinwirkung erhalten, sollten auch die Triebwerke in der Regel unbeschadet bleiben.&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Nichts desto trotz; Zu grosse Dinge koennen die Motoren durchaus ueberfordern:&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Dabei braucht sich der gemeine Passagier nichtmal mit seinen Aengsten auf die Technik zu fokussieren:&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Unterhaltsam und lustig waren die vielen Dampfplaudereien trotzdem irgendwie; Zumindest, wenn man nicht gerade vorhatte, von- oder nach Sonstwohin zu fliegen [muessen].&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Bonus vir semper tiro.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/04/21/wie-sicher-sichtflug&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Wie sicher ist denn nun der Sichtflug durch die Vulkan-Asche? Antwort: Im Prinzip sehr sicher. Aber das kommt darauf an, ob Sie Aktionaer, Pilot oder Passagier sind.</p>

<p>Eins vorweg: Der Kunstgriff, einer Gefahr, die sich nicht zuletzt durch eingeschraenkte Sicht manifestiert [im Falle von Scheiben-Laesionen durch den Sandstrahl-Effekt der Aschepartikel] durch den Umstieg von Instrumenten-Navigation auf kontrollierten Sichtflug zu begegnen, zeugt von der fadenscheinigen und billige versicherungstechnische Pseudo-Abwaelzung der juristischen Verantwortung auf die Piloten, die letztlich de facto kaum Entscheidungsfreiheit im Rahmen ihres Arbeitsvertrags haben.</p>

<p>Also, naehern wir uns des Problems einmal von der technischen Seite an; Offensichtlich hat dies ja bisher noch niemand mit flugzeugtechnischen Sachverstand getan. Und wie immer versteht es sich von selbst, dass man sich hierbei von gefaehrlichen Halbwissen und Spekulation weitestgehend freimachen sollte und stattdessen versuchen, auf die vorhandenen Fakten zu rekurrieren:</p>

<p>Da haetten wir zunaechst die Erfahrungen aus vorangegangen Vulkan-Asche-Incidents; Neben dem bereits erwaehnten Glas-Strahleffekten mit folgender Sichteinschraenkung imponiert hauptsaechlich ein weiterer als kritisch klassifizierter Effekt: Der Ausfall aller vier Engines.</p>

<p>Interessant nun die dafuer herangezogene Erklaerung: Die Motoren wuerden 'verkleben'. Dazu stelle ich einmal folgendes in den Raum: Waere die Core-Engine eines Jet-Triebwerks 'verklebt', liesse sie sich auch nicht nach dem in solchen Faellen immer zu erfolgenden kontrollierten Sinkfluegen restarten. Vielmehr handelt es sich um ein relativ normales Phaenomen: Der Motor benoetigt in der Startphase zum einen eine gewisse Mindest-Drehzahl [die sich auf Grund der Luftdichte in einem relativ engen Speed-Altitude-Korridor abspielt]; Zum Anderen eine fuer das Anstossen des Verbrennungsvorgangs festgesetzte Sauerstoff-Saettigung. Ist letztere nicht vorhanden, passiert, was den meisten Autofahrern noch von frueher gelaeufig sein duerfte: Der Motor ueberfettet und saeuft ab. Konsequenz fuer den Piloten: Man bringt das Flugzeug auf Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Verringerung der Flughoehe, bis sich die Motoren wieder starten lassen.</p>

<p>Aus dem Gesagten wird nun klar, dass hoechstwahrscheinlich die Motoren des damals von der Asche betroffenen Jets auf Grund von akutem [durch den Asche-Anteil der Luft hervorgerufenen] Sauerstoffmangel erloschen sind und nicht 'verklebt'. Wie mir ein guter Freund, seines Zeichens selbst 40 Jahre Flugzeug-Ingenieur, versicherte, ist darueberhinaus der Bypass-Anteil des Intakes moderner Motoren bei ca. 80/20, sodass nach dem zusaetzlich reinigend wirksamen Zentrifugaleffekt der ansaugenden Turbinenschaufeln von dem gesamten Luftdurchsatz nur ca. 10% der Partikel effektiv in die Core-Engine gelangen koennen. </p>

<p>Fassen wir also vorerst zusammen: Solange die Scheiben optisch keine Sicht-Beeintraechtigungen durch Ascheeinwirkung erhalten, sollten auch die Triebwerke in der Regel unbeschadet bleiben.</p>


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<p>Nichts desto trotz; Zu grosse Dinge koennen die Motoren durchaus ueberfordern:</p>


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<p>Dabei braucht sich der gemeine Passagier nichtmal mit seinen Aengsten auf die Technik zu fokussieren:</p>


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<p>Unterhaltsam und lustig waren die vielen Dampfplaudereien trotzdem irgendwie; Zumindest, wenn man nicht gerade vorhatte, von- oder nach Sonstwohin zu fliegen [muessen].</p>


<p>Bonus vir semper tiro.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/04/21/wie-sicher-sichtflug">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/04/21/wie-sicher-sichtflug#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Ist Faulheit eine Krankheit?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/03/03/faulheit</link>
			<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 05:10:55 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>			<guid isPermaLink="false">73@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Ist Faulheit eine Krankheit? Antwort: Im Prinzip nein. Manchmal aber schon.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Landlaeufig betrachten wir ja Faulheit zumeinst argwoehnisch - wenn sie bei Anderen auftritt. Unsere eigene hingegen empfinden wir, wenngleich manchmal etwas verschaemt, zumindest als sinnvoll. Dabei muss man konstatieren, dass Faulheit sui generis ein zutiefst natuerliches, da oekonomisches Prinzip ist. Ja, sie ist geradezu der Motor der Evolution.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jede lebende Entitaet dieser Welt muss oekonomisch mit der ihr zu Verfuegung stehenden Energie wirtschaften. Dies erklaert sich aus der simplen Tatsache, dass der Prozess der Energiegewinnung selbst aufwaendig ist; Es verbietet sich also, die muehevoll gewonnene Energie sinnlos zu verschwenden. Genaugenommen waere es sogar der Ausdruck einer evolutionaeren Disqualifikation oder eines Atavismus, wenn ein Lebewesen seine Energie zu mehr einsetzt, als es biologisch zweckmaessig ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Soweit, sogut. Allein, hier sollten wir geschwind betonen, dass der Begriff der Oekonomie relativistisch ist, d.h. ob ein Energieaufwand oekonomisch ist oder nicht, haengt eben nicht zuletzt vom angestrebten Resultat ab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bums - nach dieser kleinen Excursion haben wirs: Faulheit ist intelligent - vorausgesetzt, es gibt keinen guten Grund, kein Ziel, doch noch seine Leistung einzubringen. Ich weiss jetzt nicht, wie es Ihnen liebe Leser geht; Mir jedoch wuerden ad hoc viele gute Gruende einfallen, meine Leistung produktiv einzusetzen. Warum tut also jemand, der beispielsweise gerade mal die Grundsicherung erhaelt und arbeitsfaehig ist, nicht dasselbe, sondern gibt sich mit dem zufrieden, was er hat bzw. nicht hat?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vom Standpunkt des Psychoanalytikers ist die Sache relativ klar: Zumeist duerfte hinter der expressiven Zufriedenheit [Identifikation mit dem Agressor] in realitas eine tiefgriefende Angst vor dem Scheitern - oder vor dem Erfolg - stecken. Gerade letzteres bedarf unserer genaueren Wuerdigung: Es gibt Menschen, welche an ihrem Erfolg scheitern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Situation mag fuer den Laien auf den ersten Blick paradox erscheinen; Jemand sabotiert seinen eigenen Aufstieg. Die Gruende dafuer liegen in der oedipalen Phase, bei der das Kind lernt, sich von dem fruehkindlichen Elternbild nicht nur zu loesen, sondern auch besonders mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil in unmittelbare Konkurrenz zu treten. Da zu diesem Prozess eine gehoerige Portion an Agression unabdingbar ist, sind die damit unvermeidlich assoziierten Schuldgefuehle ebenso unumgaenglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder von uns kann sich wohl an Situationen innerhalb unserer Adoleszenz erinnern, in der wir gegen unsere Eltern aufbegehrt haben, und in Folge dessen gleichzeitig oder retardiert ein nicht zu kleines schlechtes Gewissen entwickelten. Den meinsten von uns mag es dann gelungen sein, dieses Schulgefuehl - zumindest kurzzeitig - zu verdraengen oder auf andere bzw. die Eltern selbst zu projizieren. Gelingt dies jedoch nicht, etwa weil die Aggression oder das zensorische Ueber-Ich allzu dominant war, dann kann es eben passieren, dass die Aggression selbst verdraengt wird. Dann wird die Handlung, die eine Ueberfluegelung der Eltern zum Ergebnis haette, unmoeglich. Es versteht sich hierbei von selbst, dass auch die letzte Aussage insoweit relativ ist, als das Ubertrumpfen der Eltern wiederum in direktem Zusammenhang mit deren Status zu bewerten ist. Sind die Eltern selbst aus einer sozialschwaecheren Schicht, haengt die Messlatte entsprechend tief und konterkariert dem Kinde oftmals so gut wie jedes, noch so niedriges, Ziel und es disqualifiziert sich am Ende selbst. Im Ergebnis haben wir dann einen resignierten Erwachsenen, der gar nicht mehr die Moeglichkeit in Erwaegung zieht, durch eigene Arbeit etwas erreichen zu koennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vereinfacht ausgedrueckt: Ein konstitutionell sensibles Kind mit ausgepraegtem oedipalen Schuldkomplex darf, wenn es aus einer sozialschwachen Familie stammt, gar keine Motivation zu hoeheren Lebenszielen entwickeln, um nicht in Konflikt mit der eignenen [verdraengten] Aggression gegen seine Eltern zu geraten. Das oftmals vorhandene, latent-aggressive Klima in solchen Familien [aus dem ebenfalls vorhandenen Schuldgefuehl der Eltern] leistet dem zusaetzlichen Vorschub. Das einzig moegliche Korrektiv koennten hier edukative Einrichtungen wie Kindergaerten, Schulen usw. leisten; Diesem sozial-supportiven Anspruch werden diese jedoch leider in praxi selten gerecht, und so bleibt deren Potential in der Regel ebenfalls ungenutzt. Vielmehr leisten diese Institutionen qua System oft selbst noch dem vorgesagten Prinzip Vorschub und deselektieren diese Kinder ebenfalls noch bevor sie ihre eigenen Staerken entwickeln und erkennen koennen. Die mannigfach erlittenen Frustationen induzieren fortlaufende Mikrotraumata und kumulieren sich im spaeteren Leben als Stoerung des eigenen Selbstbilds. Manchmal bricht das Kind nun kompensatorisch negativ aus und wird [manifest bzw. latent] zum Tyrann. Oder laeuft gar Amok. In den allermeisten Faellen jedoch identifiziert sich der Mensch schweigend-resignativ mit der ihm zugedachten Position und gibt jeden weiteren Versuch des positiven Ausbruchs auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Medizin kennen wir schon lange ein Aequivalent in Form der allseits bekannten Huehner-Starre: Man dreht das Huhn an den Fuessen haltend auf den Ruecken und fahre ihm mit dem Finger vom Hals her ueber den Bauch. Schlagartig verfaellt es in eine Katatonie, da es auf grund der fixierten Beine und der tunnelhaft fokussierten Aufmekrsamkeit gar nicht mehr die Chance wahrnimmt, entkommen zu koennen. Es hat sich schlicht mit der Aussichtslosigkeit der Situation abgefunden und beschliesst somit, sich totzustellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das allerabsurdeste Phaenomen indes bleibt der geschickte Kunstgriff, mit dem die Kirche im 17. Jahrhundert begann, die consensus opinio im eignenen oekonomischen Sinne zu manipulieren - und noch nicht mal der gute alte Karl Marx hat es gemerkt: Arbeit wurde zum Inbegriff der Buegermoral. Die Auswirkungen dieses satanischen Aktes der Volksverarschung merken wir noch heute: Am Pranger stehen nur diejenigen, die nicht arbeiten - gleich, wie sozial sie sich sonst bewaehren. Interessanterweise wird demgegenueber dem Ein- oder Anderem auch gerne mal der Anus lingual poliert - solange Er/Sie/Es Inhaber einer Centurion-Card ist. Dabei ist es dann voellig einerlei, mit welcher Qualitaet von Arbeit das notwendige Einkommen erzielt wurde. Genau besehen, spielt es da nicht mal mehr eine Rolle, ob Derjenige ueberhaupt noch einer Arbeit nachght, da Kapital als Resultat von Arbeit weitlaeufig anerkannt wird. Wir haben es somit mit einer relativen Diskrepanz der objektiven Realitaet gegenueber dem gelehrten Postulat zu tun; Dies mag jedoch so gewollt sein, da aufgewandte Arbeit und erzilbares Salaer ohnehin kaum noch korrelieren. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So koennen wir nun unser evolutionaeres Modell praktischer Oekonomie vervollkommnen; Was sollten schliesslich die intelligent-faulen Genies auch tun ohne die vielen suggestiv-dummen Fleissarbeiter?! &lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Militem aut monachum facit desperatio.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/03/03/faulheit&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Ist Faulheit eine Krankheit? Antwort: Im Prinzip nein. Manchmal aber schon.</p>

<p>Landlaeufig betrachten wir ja Faulheit zumeinst argwoehnisch - wenn sie bei Anderen auftritt. Unsere eigene hingegen empfinden wir, wenngleich manchmal etwas verschaemt, zumindest als sinnvoll. Dabei muss man konstatieren, dass Faulheit sui generis ein zutiefst natuerliches, da oekonomisches Prinzip ist. Ja, sie ist geradezu der Motor der Evolution.</p>

<p>Jede lebende Entitaet dieser Welt muss oekonomisch mit der ihr zu Verfuegung stehenden Energie wirtschaften. Dies erklaert sich aus der simplen Tatsache, dass der Prozess der Energiegewinnung selbst aufwaendig ist; Es verbietet sich also, die muehevoll gewonnene Energie sinnlos zu verschwenden. Genaugenommen waere es sogar der Ausdruck einer evolutionaeren Disqualifikation oder eines Atavismus, wenn ein Lebewesen seine Energie zu mehr einsetzt, als es biologisch zweckmaessig ist.</p>

<p>Soweit, sogut. Allein, hier sollten wir geschwind betonen, dass der Begriff der Oekonomie relativistisch ist, d.h. ob ein Energieaufwand oekonomisch ist oder nicht, haengt eben nicht zuletzt vom angestrebten Resultat ab.</p>

<p>Bums - nach dieser kleinen Excursion haben wirs: Faulheit ist intelligent - vorausgesetzt, es gibt keinen guten Grund, kein Ziel, doch noch seine Leistung einzubringen. Ich weiss jetzt nicht, wie es Ihnen liebe Leser geht; Mir jedoch wuerden ad hoc viele gute Gruende einfallen, meine Leistung produktiv einzusetzen. Warum tut also jemand, der beispielsweise gerade mal die Grundsicherung erhaelt und arbeitsfaehig ist, nicht dasselbe, sondern gibt sich mit dem zufrieden, was er hat bzw. nicht hat?</p>

<p>Vom Standpunkt des Psychoanalytikers ist die Sache relativ klar: Zumeist duerfte hinter der expressiven Zufriedenheit [Identifikation mit dem Agressor] in realitas eine tiefgriefende Angst vor dem Scheitern - oder vor dem Erfolg - stecken. Gerade letzteres bedarf unserer genaueren Wuerdigung: Es gibt Menschen, welche an ihrem Erfolg scheitern.</p>

<p>Die Situation mag fuer den Laien auf den ersten Blick paradox erscheinen; Jemand sabotiert seinen eigenen Aufstieg. Die Gruende dafuer liegen in der oedipalen Phase, bei der das Kind lernt, sich von dem fruehkindlichen Elternbild nicht nur zu loesen, sondern auch besonders mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil in unmittelbare Konkurrenz zu treten. Da zu diesem Prozess eine gehoerige Portion an Agression unabdingbar ist, sind die damit unvermeidlich assoziierten Schuldgefuehle ebenso unumgaenglich.</p>

<p>Jeder von uns kann sich wohl an Situationen innerhalb unserer Adoleszenz erinnern, in der wir gegen unsere Eltern aufbegehrt haben, und in Folge dessen gleichzeitig oder retardiert ein nicht zu kleines schlechtes Gewissen entwickelten. Den meinsten von uns mag es dann gelungen sein, dieses Schulgefuehl - zumindest kurzzeitig - zu verdraengen oder auf andere bzw. die Eltern selbst zu projizieren. Gelingt dies jedoch nicht, etwa weil die Aggression oder das zensorische Ueber-Ich allzu dominant war, dann kann es eben passieren, dass die Aggression selbst verdraengt wird. Dann wird die Handlung, die eine Ueberfluegelung der Eltern zum Ergebnis haette, unmoeglich. Es versteht sich hierbei von selbst, dass auch die letzte Aussage insoweit relativ ist, als das Ubertrumpfen der Eltern wiederum in direktem Zusammenhang mit deren Status zu bewerten ist. Sind die Eltern selbst aus einer sozialschwaecheren Schicht, haengt die Messlatte entsprechend tief und konterkariert dem Kinde oftmals so gut wie jedes, noch so niedriges, Ziel und es disqualifiziert sich am Ende selbst. Im Ergebnis haben wir dann einen resignierten Erwachsenen, der gar nicht mehr die Moeglichkeit in Erwaegung zieht, durch eigene Arbeit etwas erreichen zu koennen.</p>

<p>Vereinfacht ausgedrueckt: Ein konstitutionell sensibles Kind mit ausgepraegtem oedipalen Schuldkomplex darf, wenn es aus einer sozialschwachen Familie stammt, gar keine Motivation zu hoeheren Lebenszielen entwickeln, um nicht in Konflikt mit der eignenen [verdraengten] Aggression gegen seine Eltern zu geraten. Das oftmals vorhandene, latent-aggressive Klima in solchen Familien [aus dem ebenfalls vorhandenen Schuldgefuehl der Eltern] leistet dem zusaetzlichen Vorschub. Das einzig moegliche Korrektiv koennten hier edukative Einrichtungen wie Kindergaerten, Schulen usw. leisten; Diesem sozial-supportiven Anspruch werden diese jedoch leider in praxi selten gerecht, und so bleibt deren Potential in der Regel ebenfalls ungenutzt. Vielmehr leisten diese Institutionen qua System oft selbst noch dem vorgesagten Prinzip Vorschub und deselektieren diese Kinder ebenfalls noch bevor sie ihre eigenen Staerken entwickeln und erkennen koennen. Die mannigfach erlittenen Frustationen induzieren fortlaufende Mikrotraumata und kumulieren sich im spaeteren Leben als Stoerung des eigenen Selbstbilds. Manchmal bricht das Kind nun kompensatorisch negativ aus und wird [manifest bzw. latent] zum Tyrann. Oder laeuft gar Amok. In den allermeisten Faellen jedoch identifiziert sich der Mensch schweigend-resignativ mit der ihm zugedachten Position und gibt jeden weiteren Versuch des positiven Ausbruchs auf.</p>

<p>In der Medizin kennen wir schon lange ein Aequivalent in Form der allseits bekannten Huehner-Starre: Man dreht das Huhn an den Fuessen haltend auf den Ruecken und fahre ihm mit dem Finger vom Hals her ueber den Bauch. Schlagartig verfaellt es in eine Katatonie, da es auf grund der fixierten Beine und der tunnelhaft fokussierten Aufmekrsamkeit gar nicht mehr die Chance wahrnimmt, entkommen zu koennen. Es hat sich schlicht mit der Aussichtslosigkeit der Situation abgefunden und beschliesst somit, sich totzustellen.</p>

<p>Das allerabsurdeste Phaenomen indes bleibt der geschickte Kunstgriff, mit dem die Kirche im 17. Jahrhundert begann, die consensus opinio im eignenen oekonomischen Sinne zu manipulieren - und noch nicht mal der gute alte Karl Marx hat es gemerkt: Arbeit wurde zum Inbegriff der Buegermoral. Die Auswirkungen dieses satanischen Aktes der Volksverarschung merken wir noch heute: Am Pranger stehen nur diejenigen, die nicht arbeiten - gleich, wie sozial sie sich sonst bewaehren. Interessanterweise wird demgegenueber dem Ein- oder Anderem auch gerne mal der Anus lingual poliert - solange Er/Sie/Es Inhaber einer Centurion-Card ist. Dabei ist es dann voellig einerlei, mit welcher Qualitaet von Arbeit das notwendige Einkommen erzielt wurde. Genau besehen, spielt es da nicht mal mehr eine Rolle, ob Derjenige ueberhaupt noch einer Arbeit nachght, da Kapital als Resultat von Arbeit weitlaeufig anerkannt wird. Wir haben es somit mit einer relativen Diskrepanz der objektiven Realitaet gegenueber dem gelehrten Postulat zu tun; Dies mag jedoch so gewollt sein, da aufgewandte Arbeit und erzilbares Salaer ohnehin kaum noch korrelieren. </p>

<p>So koennen wir nun unser evolutionaeres Modell praktischer Oekonomie vervollkommnen; Was sollten schliesslich die intelligent-faulen Genies auch tun ohne die vielen suggestiv-dummen Fleissarbeiter?! </p>


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<p>Militem aut monachum facit desperatio.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/03/03/faulheit">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/03/03/faulheit#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Hat Westerwelle nicht wenigstens ein Bisschen recht?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/26/ein-bisschen-recht</link>
			<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 01:49:39 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="alt">News</category>
<category domain="main">Politik</category>
<category domain="alt">Wirtschaft</category>			<guid isPermaLink="false">72@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Hat Westerwelle nicht wenigstens ein Bisschen recht? Antwort: Im Prinzip vielleicht. Aber nur, wenn man auf sozialistische Gleichschaltung besteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nachdem es unserem Quaengel-Guido nun endlich gelungen ist, einmal den Bundestag nach seiner Nase getanzt haben zu lassen und 'seine' Hartz-IV-[B]analthesen zu debattieren, wollen wir es uns doch nicht nhemen lassen, die sogenannten Binsenweisheiten nocheinmal auf den Pruefstand zu stellen. Schliesslich konnte man in den vergangenen Tagen ja auch vermehrt ein leises 'naja, eigentlich hat er ja ein bisschen Recht' vernehmen. Dabei darf man die demagogosche Macht von Stammtisch-Platituteden nicht unterschaetzen; Schliesslich hat dereinst schon Adolf der Ueberfluessige damit seine Wahl gewonnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;However, richten wir unseren Blick nun auf Guido's Wort-Erguesse:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;'Wer arbeitet, muss mehr haben, als der, der nicht arbeitet.' Klingt gut. Ist aber bei geneuerer Betrachtung mehr Sozialismus, als Guido es ahnt: Diese Gleichung kann naemlich nur unter der Voraussetzung gerecht sein, dass es sich um Menschen mit identischen Parametern handelt. Also aehnliche Bildung, familiaerer, gesundheitlicher und lokaler Hintergrund. Ich moechte an dieser Stelle gerne noch einmal darauf hinweisen, dass die Maer des rein autarken 'Selfmade-Men' eine Illusion ist. Auch, wenn das Argument gerne benutzt wird, um von seinem Schuldgefuehl gegenueber der eigenen Uebervorteilung und dem hoechstungerechten Glueck Abbitte zu leisten:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstens kann Niemand erfolgreich werden ohne die richtigen Partner bzw. eine adaequate Infrastruktur; Seien es Finanziers, Lieferanten oder eben - Kunden. Und bis zu seiner Kroenung als Successor hat man schliesslich von der gesamten Peripherie des Landes, in dem man resuessiert hat, profitiert. Im Klartext: Ob es die Strassen sind, auf denen man sich bewegt; Die Polizei, die einen Protection vor Untaetern garantiert; Das Gesundheitssystem, das einen den Schutz des Lebens garantiert; Oder schlussendlich die Schule bzw. Uni, der man seine Ausbildung verdankt - alles ist Gemeingut, welches auch finanziert werden muss. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Profiteure von gestern der naechsten Generation dieselben Steigbuegel halten sollte, die einen selbst einst in den Sattel des Erfolgs gehoben haben. Vorallem deshalb ist Steuerhinterziehung, selbst wenn sie juristisch unantsatbar sein sollte, in erster Linie Diebstahl gegenueber der naechsten Generation und somit hochgradig asozial und undankbar. Man betruegt nicht das System, das einen ernaehrt bzw. grossgemacht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann waere da noch der vernachlaessigte Faktor Zeit. Nichtmal im Sozialismus - Gott hab ihn selig - kaema man auf den glorreichen Gedanken, einen langjaehrigen verdienten Mitarbeiter auf die gleiche Stufe mit einem Auszubildenden zu stellen. Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass unsere Elterngeneration, der wir unsere Existenz und unseren Wohlstand - gleich, wie gross oder klein er auch im Einzelnen sein mag - verdanken ihr Soll erfuellt haben. Das Kind muss dieses erst noch erbringen bis es dann selbst irgendwann in der Rolle der Elterngeneration aufgeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum soll also ein Mensch, der vielleicht 30 Jahre in einer Firma gearbeitet hat und diese jetzt in die Insolvenz geht, nicht mehr Geld erhalten, als ein kerngesunder junger Mensch, der gerade am Beginn seines Arbeitslebens steht? Zumal in der heutigen Zeit paradoxerweise Alter und Erfahrung eher als ein Hemmschuh denn ein Vorteil angesehen werden koennen. Von Chancengleichheit kann hier jedenfalls kaum mehr ausgegangen werden. Und die Solidargemeinschaft wurde ja explicite dazu errichtet, um defizitaere Potentiale auszugleichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Keine Frage; Es gibt sie, die 'Sozialschmarotzer'. Und zwar in allen Schichten. Den groessten wirtschaftlichen Schaden richten indes diejenigen an, die es am wenigsten noetig haetten und die durchaus alternative Modelle leben koennten. Allein, deren Lobby verhindert es erfolgreich, dass sie zur Zielscheibe von Populismus und Diffamierung werden. Genau wie einst, als sich ein paar Grosskapitalisten sich entschieden haben, einen unbekannten verhinderten oesterreichischen Kunstmaler zum Diktator hochzustilisieren. Und mit diesem Kunstgriff, der Vereinigung von Arbeiterfront und deutschen Kapitalisten gegen einen dritten Feind, die Kommunisten und spaeter die Juden hat er es geschafft, eine zerstrittene, bis dato eigentlich gar nicht kohaerent existente, Nation voruebergehend zu einen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund - so einfach lassen sich Massen manipulieren. Zweckmaessigerweise gegen solche Feinde, die zu einem eine Minderheit sind, und denen man zweitens noch etwas wegnehmen kann. Dabei ist dem Demagogen jedes Mittel recht. Ganz nebenbei wird so von den eigentlichen Ursachen und Schuldigen des Versagens abgelenkt. Adolf Hitler hat sich einmal hoechst selbst gegenueber seiner Sekretaerin Traudel Junge dahingehend geaeussert, dass hinter der glorifizierten Ideologie nichts als banale Wirtschaftsinteressen stecken. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das besonders Ekelhafte ist nun, dass heute wie damals gleichermassen den Lobbyisten selbst das Mittel der billig-plumpen Provokation zur Stilisierung eines Suendenbocks recht ist, wenn es darum geht, die eignenen Interessen zu konservieren. Das muss man doch in Deutschland noch sagen duerfen, gelle?! O tempora o mores. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es duerfte klar geworden sein, dass nichteinmal Guido's Binsenweisheiten echte Weisheiten sind. Auch, wenn es voellig frei von jeder Beziehung zu dem ist, wofuer der Mann bezahlt wird [Wer es schon vergessen hat: Er sollte eigentlich den Aussenminister mimen]; Zumindest hat Guido Westerwelle seine Kontinuitaet unter Beweis gestellt: Er ist seinem einzig erwiesenen Talent erneut treu geblieben: Der malignen, traditionell-sinnentleerten Dampfplauderei. Schoen, dass in solch unsicheren Zeiten wenigstens darauf stets Verlass ist. Na denn lieber Guido - in diesem Sinne: 'Zeig doch mal die Moepse...'&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Si tacuisses, philosophus mansisses.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/26/ein-bisschen-recht&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Hat Westerwelle nicht wenigstens ein Bisschen recht? Antwort: Im Prinzip vielleicht. Aber nur, wenn man auf sozialistische Gleichschaltung besteht.</p>

<p>Nachdem es unserem Quaengel-Guido nun endlich gelungen ist, einmal den Bundestag nach seiner Nase getanzt haben zu lassen und 'seine' Hartz-IV-[B]analthesen zu debattieren, wollen wir es uns doch nicht nhemen lassen, die sogenannten Binsenweisheiten nocheinmal auf den Pruefstand zu stellen. Schliesslich konnte man in den vergangenen Tagen ja auch vermehrt ein leises 'naja, eigentlich hat er ja ein bisschen Recht' vernehmen. Dabei darf man die demagogosche Macht von Stammtisch-Platituteden nicht unterschaetzen; Schliesslich hat dereinst schon Adolf der Ueberfluessige damit seine Wahl gewonnen.</p>

<p>However, richten wir unseren Blick nun auf Guido's Wort-Erguesse:</p>

<p>'Wer arbeitet, muss mehr haben, als der, der nicht arbeitet.' Klingt gut. Ist aber bei geneuerer Betrachtung mehr Sozialismus, als Guido es ahnt: Diese Gleichung kann naemlich nur unter der Voraussetzung gerecht sein, dass es sich um Menschen mit identischen Parametern handelt. Also aehnliche Bildung, familiaerer, gesundheitlicher und lokaler Hintergrund. Ich moechte an dieser Stelle gerne noch einmal darauf hinweisen, dass die Maer des rein autarken 'Selfmade-Men' eine Illusion ist. Auch, wenn das Argument gerne benutzt wird, um von seinem Schuldgefuehl gegenueber der eigenen Uebervorteilung und dem hoechstungerechten Glueck Abbitte zu leisten:</p>

<p>Erstens kann Niemand erfolgreich werden ohne die richtigen Partner bzw. eine adaequate Infrastruktur; Seien es Finanziers, Lieferanten oder eben - Kunden. Und bis zu seiner Kroenung als Successor hat man schliesslich von der gesamten Peripherie des Landes, in dem man resuessiert hat, profitiert. Im Klartext: Ob es die Strassen sind, auf denen man sich bewegt; Die Polizei, die einen Protection vor Untaetern garantiert; Das Gesundheitssystem, das einen den Schutz des Lebens garantiert; Oder schlussendlich die Schule bzw. Uni, der man seine Ausbildung verdankt - alles ist Gemeingut, welches auch finanziert werden muss. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Profiteure von gestern der naechsten Generation dieselben Steigbuegel halten sollte, die einen selbst einst in den Sattel des Erfolgs gehoben haben. Vorallem deshalb ist Steuerhinterziehung, selbst wenn sie juristisch unantsatbar sein sollte, in erster Linie Diebstahl gegenueber der naechsten Generation und somit hochgradig asozial und undankbar. Man betruegt nicht das System, das einen ernaehrt bzw. grossgemacht hat.</p>

<p>Dann waere da noch der vernachlaessigte Faktor Zeit. Nichtmal im Sozialismus - Gott hab ihn selig - kaema man auf den glorreichen Gedanken, einen langjaehrigen verdienten Mitarbeiter auf die gleiche Stufe mit einem Auszubildenden zu stellen. Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass unsere Elterngeneration, der wir unsere Existenz und unseren Wohlstand - gleich, wie gross oder klein er auch im Einzelnen sein mag - verdanken ihr Soll erfuellt haben. Das Kind muss dieses erst noch erbringen bis es dann selbst irgendwann in der Rolle der Elterngeneration aufgeht.</p>

<p>Warum soll also ein Mensch, der vielleicht 30 Jahre in einer Firma gearbeitet hat und diese jetzt in die Insolvenz geht, nicht mehr Geld erhalten, als ein kerngesunder junger Mensch, der gerade am Beginn seines Arbeitslebens steht? Zumal in der heutigen Zeit paradoxerweise Alter und Erfahrung eher als ein Hemmschuh denn ein Vorteil angesehen werden koennen. Von Chancengleichheit kann hier jedenfalls kaum mehr ausgegangen werden. Und die Solidargemeinschaft wurde ja explicite dazu errichtet, um defizitaere Potentiale auszugleichen.</p>

<p>Keine Frage; Es gibt sie, die 'Sozialschmarotzer'. Und zwar in allen Schichten. Den groessten wirtschaftlichen Schaden richten indes diejenigen an, die es am wenigsten noetig haetten und die durchaus alternative Modelle leben koennten. Allein, deren Lobby verhindert es erfolgreich, dass sie zur Zielscheibe von Populismus und Diffamierung werden. Genau wie einst, als sich ein paar Grosskapitalisten sich entschieden haben, einen unbekannten verhinderten oesterreichischen Kunstmaler zum Diktator hochzustilisieren. Und mit diesem Kunstgriff, der Vereinigung von Arbeiterfront und deutschen Kapitalisten gegen einen dritten Feind, die Kommunisten und spaeter die Juden hat er es geschafft, eine zerstrittene, bis dato eigentlich gar nicht kohaerent existente, Nation voruebergehend zu einen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund - so einfach lassen sich Massen manipulieren. Zweckmaessigerweise gegen solche Feinde, die zu einem eine Minderheit sind, und denen man zweitens noch etwas wegnehmen kann. Dabei ist dem Demagogen jedes Mittel recht. Ganz nebenbei wird so von den eigentlichen Ursachen und Schuldigen des Versagens abgelenkt. Adolf Hitler hat sich einmal hoechst selbst gegenueber seiner Sekretaerin Traudel Junge dahingehend geaeussert, dass hinter der glorifizierten Ideologie nichts als banale Wirtschaftsinteressen stecken. </p>

<p>Das besonders Ekelhafte ist nun, dass heute wie damals gleichermassen den Lobbyisten selbst das Mittel der billig-plumpen Provokation zur Stilisierung eines Suendenbocks recht ist, wenn es darum geht, die eignenen Interessen zu konservieren. Das muss man doch in Deutschland noch sagen duerfen, gelle?! O tempora o mores. </p>

<p>Es duerfte klar geworden sein, dass nichteinmal Guido's Binsenweisheiten echte Weisheiten sind. Auch, wenn es voellig frei von jeder Beziehung zu dem ist, wofuer der Mann bezahlt wird [Wer es schon vergessen hat: Er sollte eigentlich den Aussenminister mimen]; Zumindest hat Guido Westerwelle seine Kontinuitaet unter Beweis gestellt: Er ist seinem einzig erwiesenen Talent erneut treu geblieben: Der malignen, traditionell-sinnentleerten Dampfplauderei. Schoen, dass in solch unsicheren Zeiten wenigstens darauf stets Verlass ist. Na denn lieber Guido - in diesem Sinne: 'Zeig doch mal die Moepse...'</p>


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<p>Si tacuisses, philosophus mansisses.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/26/ein-bisschen-recht">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/26/ein-bisschen-recht#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Hat Guido Westerwelle recht?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/14/westerwelle</link>
			<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 03:07:48 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>
<category domain="alt">Politik</category>
<category domain="alt">Wirtschaft</category>
<category domain="alt">Humor</category>			<guid isPermaLink="false">71@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Hat Guido Westerwelle recht? Im Prinzip nein. Aber eigentlich schon.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tja... Nun waere ich ja von ex hypothesi davon ausgegangen, dass Herr Westerwelle eher in Franzoesisch und Griechisch (ohne alt), anstatt in Englisch und Latein bewandert ist. Allein, sein Vergleich des 'feudalistischen Roms' mit der Jetztzeit hat dann doch die Schraube auf den Kopf getroffen - wenngleich wohl auf eine andere als die beabsichtigte Art.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erinnern wir uns: Das Imperium Romanum ist ja keineswegs am ueberboerdenden Reichtum aller, denn vielmehr an einer gewissen selbstgefaellig-hedonistischen Asymmetrie zugrunde gegangen. Anders ausgedrueckt: Einige Viele mussten dafuer arbeiten, dass einige Wenige wie es ihnen bliebt feiern, fressen und ficken konnten. Welch Parallele sich da doch sogleich zum Schoepfer der Hartz-Gesetze auftut...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nehmen wir fuer einen Augenblick einmal Guido's Argumente ernst und unterziehen sie einer Pruefung:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerechtigkeit - Leistung muss sich lohnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu muesste man zuerst einmal zwei Dinge klaeren: Erstens, wie wir denn 'Leistung' definieren. Physikalisch ausgedrueckt, ob denn die Wirkung oder die aufgewandte Zeit als Bemessungsgrundlage herangezogen wird. Und falls wir uns auf die Wirkung beziehen, wie diese dann erfasst wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beispiele: Eine Krankenschwester hat - sozial betrachtet - einen hohen Wirkungsgrad. Dieser laesst sich jedoch nicht ohne weiteres finanziell erfassen. Anders die Leistung eines Managers: Diese kann man mittels Parametern quantifizieren. Allerdings leider nur kurzfristig, wobei in etwa Kurzzeiteffekte oder Abschreibungen aufs Quartal gesehen ganz anders zu bewerten sind, wie Nachhaltigkeit auf Jahre hinaus, die ggf. sogar auf kurze Sicht gesehen den Gewinn schmaelert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anyway, im Allgemeinen koennen wir wohl festhalten, dass vom Zusammenhang zwischen fuer die Gesellschaft nachhaltig nuetzlicher Arbeit und deren Entlohnung kaum noch auszugehen ist. Wie sonst liessen sich auch Guido's Diaeten rechtfertigen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zweitens: Das Verfassungsgericht ist korrekterweise nicht von einer irgendwie gearteten Zwangskorrelation zwischen Leistung und Minimalversorgung ausgegangen. Die Sozialleistungen sind vergleichbar einer Versicherung eine Ersatzleistung fuer diejenigen, die - warum auch immer - nicht in der Lage sind, selbststaendig fuer ihr Einkommen zu sorgen. Leider ist Letzteres nun auch eine Folge der grassierenden 'Discounteritis', bei der zunehmend auf Importe zurueckgegriffen wird und daher Arbeitsplaetze outgesourced bzw. die verbleibenden in der Verguetung gedrueckt werden. In einer hochentwickelten und buerokratisierten Gesellschaft wie der unseren ist die Eigenverantwortung nur noch bedingt tragfaehig. Dies ist auch und gerade eine Folge der Hartz-Regelungen, bei der die Fallmanager teilweise sehr willkuerlich und keineswegs immer marktorientiert ueber Bewilligungen von Fortbildungsmassnahmen bescheiden. Und als Arbeitgeber erhaelt man leider auch nur sehr wenig wirklich brauchbaren Support von den ARGEN. Sowenig man als Arzt bei der Hilfe abwaegen darf, ob es dieser oder jener Patient verdient, geheilt zu werden, sowenig darf man die Grundrechte relativieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Killer-Argument der Arbeitslosen-Hasser [oder Neider?] schlechterdings ist jedoch, dass die Menschen sofort ihr Werkzeug fallen lassen und schreiend ihren Arbeitsplatz verlassen, sobald man ihnen nur genug Geld fuer Zigaretten und Bier ueberweist. Wie raelitaetsfern dies aus der Sicht von Sozio- und Psychologen gleichermassen ist, sollte einem schon der Blick auf eine simple Statistik klarmachen: Ueber zwei Drittel aller Lottomillionaere arbeiten in ihrem normalen Alltagsjob weiter. Warum ist dies so? Weil Menschen schon allein aus der Tatsache, dass sie arbeiten ein Gluecksgefuehl beziehen, dass weniger mit dem Salaer zu tun hat, denn mit der sozialen Anerkennung und der ureigenen Freude an der Produktivitaet; Dieselbe Ursache im Uebrigen, weshalb Menschen Hobbies und Ehrenaemter ausueben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch verfuegt der gemeine Homo Sapiens ueber eine Art hereditaees Gerechtigkeitsgefuehl; Auf Kosten anderer Leben wird daher nur den Wenigsten - Soziopathen und spezielle FDP-Politiker einmal grosszuegig excludiert -  ein persistentes Gluecksgefuehl bescheren. Und selbst diese Subjekte hat das Grundgesetz grosszuguegig bedacht, und zwar nicht ohne Grund. Wir repetieren an dieser Stelle: Die Grundrechte - im Besonderen die Menschenwuerde - gelten fuer ALLE Menschen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Desweiteren sehe ich, bereinigt man die Diskussion einmal um den irrationalen Neidfaktor, keinen nennenswerten Nachteil darin, dass eine Gesellschaft, die ohnehin niemals mehr in der Lage sein wird, Vollbeschaeftigung fuer alle bereitzustellen, es der sozialen Gerechtigkeit und des consensus omnium wegen tolerieren kann, dass diejenigen, die mangels Ausbildung keinen sinnvollen Job ausueben koennen, sich auf die noble Taetigkeit des Verbrauchen beschraenken. Auch hier fallen Steuern an und werden Arbeitsplaetze geschaffen. Und als Arbeitgeber und Unternehmer moechte ich auf unmotivierte Mitarbeiter sowieso verzichten und meine Kraft stattdessen auf Diejenigen konzentrieren, die gerne arbeiten wollen. Foerdern statt fordern und positiv Verstaerken als Motivation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kleine Randbemerkung: Pro 100 Mio. hinterzogenen Steuergeldern liessen sich - konservativ gerechnet - 1000 Hartz-IV-Empfaenger ueber 10 Jahre lang unterhalten; Wobei das Geld hier im binnenkonjunkturellen Umlauf verbliebe. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Cave: Damit wollte ich allerdings keinesfalls zum Ausdruck gebracht haben, dass ich deshalb den Ankauf der auf illegalen Weg erzeugten Datensaetze protegiere. In einem Rechtsstaat - und als solcher pflegt sich das Deutschland-Konstrukt ja darzustellen - heiligt der Zweck eben MITNICHTEN alle Mittel. Wenngleich man emotional durchaus auch gemaess Lex Talionis argumentieren moechte; Ein Straftaeter verwirkt durch die Hintergehung des Staats den Anspruch auf dessen Protektion. Dem ist aber gott sei Dank nicht so. Siehe oben: Das Grundgesetz schuetzt [noch?] jeden Buerger ohne Ansehen seiner moralischen Qualitaeten. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vergessen wir nicht: 'Lex dubia non obligat' kann eben schnell zu eine perspektivischen Frage mutieren. Allzuschnell koennen Klaeger und Richter einmal die Positionen tauschen; Oft sind sie gar nur zwei Seiten einer Medaille. DER RECHTSSTAAT DARF NIEMALS RECHT BEUGEN. NIEMALS. Sonst verliert er seine Reputation. Unwiederbringlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pragmatisch betrachtet, erzeugt somit selbst ein voellig unproduktiver, still und leise seine Zeit vor sich hin ablebender Hartz-IV-Empfaenger ala Arno Duebel erheblich geringwertigere Kollateralschaeden, denn ein hyperaktiv-demagogischer Moechtegern-Krawallpolitiker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wuerde man konsequent den Hartz-IV-Satz in Form einer negativen Einkommenssteuer direkt ueber das Finanzamt auf Grund des individuellen Einkommenssteuerbescheids nach Vorbild der Vorsteuer ausschuetten, koennte man den gesamten Verwaltungsapparat der ARGEN einsparen und sattdessen die Kompetenz der Arbeitsaemter ausweiten. So kaemen dann auch die Menschen in den Genuss der Gerechtigkeit, die aus Scham und Angst den Weg zur ARGE bisher gemiden haben und der Zuschuss wuerde sich automatisch umgekehrt Proportional zum Einkommen verhalten. Unter einer zuvor festgelegten Grenze erhaelt der Buerger eine Auszahlung; Bis zur Freigrenze bleibt er Steuerfrei und danach beginnt die Progression bis zum Maximalsteuersatz. Der 'Anreiz' zum Arbeiten bleibt hier voll erhalten, da bis zur definierten Grenze der Einkommenssteuer-Negativbetrag einfach zusaetzlich ueberwiesen wird und dann langsam absinkt. So koennten auch Steuerfreibetraege etwa fuer Kinder und Verlustvortraege unmittelbar in Form einer Soforterstattung aktiviert und kapitalisiert werden. Der Mehrbedarf dieses Systems wuerde durch die Einsparungen im Verwaltungsapparat kompensiert. Fuer ehrenamtliche Taetigkeiten [ehemals 1-EURO-Jobs] koennte der Einkommensfreibetrag und die Steuererstattung angehoben werden.  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich darf dies Alles so aussprechen, da ich, nachdem meine Verwandschaft erst von den Nazis und dann von den Kommunisten gleichermassen politisch verfolgt und eingesperrt wurde, mich wohl kaum dem Verdacht aussetze, einer wie auch immer gearteten politischen Extreme nahezustehen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als bekennender USA- und Englandfreund bin ich ohne jeden Zweifel; Die marktwirtschaftliche Leistungsgesellschaft ist alternativlos. Sie setzt jedoch als conditio sine qua non eine Chancengleichheit voraus. Und diese faengt zuallererst beim Bildungssystem an, das ausgerechnet in Deutschland wie bei sonst kaum einem anderen westlichen Land den Zusammenhang zwischen elterlichen Vermoegen und kuenftiger Karriere der Kinder offenbart.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Leistungsgesellschaft, die die Leistenden bevorzugt koennte jedoch nur dann theoretisch gerecht sein, wenn alle Protagonisten unter denselben Voraussetzungen antreten. So, wie es etwa im Sport bei der Olympiade versucht wird. Leider ist dies im praktischen Leben aus den bereits genannten Gruenden unmoeglich. Deshalb sollten diejenigen, die vom Schicksal bevorzugt wurden und nun zu den Leistungtraegern gehoeren duerfen, genug Toleranz und Caritas aufweisen, von ihrem Glueck ein kleinwenig abzugeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum mir ob dem ganzen Populismus der schwarz-gelben Klo - aehh Koalition wohl das Wort vom 'Gelben Elend' [eigentlich bezogen auf das sowjetische Internierunglager Bautzen II] in den Sinn kommt...?!&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Nescis mi fili, quantilla prudentis mundus regatur.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/14/westerwelle&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Hat Guido Westerwelle recht? Im Prinzip nein. Aber eigentlich schon.</p>

<p>Tja... Nun waere ich ja von ex hypothesi davon ausgegangen, dass Herr Westerwelle eher in Franzoesisch und Griechisch (ohne alt), anstatt in Englisch und Latein bewandert ist. Allein, sein Vergleich des 'feudalistischen Roms' mit der Jetztzeit hat dann doch die Schraube auf den Kopf getroffen - wenngleich wohl auf eine andere als die beabsichtigte Art.</p>

<p>Erinnern wir uns: Das Imperium Romanum ist ja keineswegs am ueberboerdenden Reichtum aller, denn vielmehr an einer gewissen selbstgefaellig-hedonistischen Asymmetrie zugrunde gegangen. Anders ausgedrueckt: Einige Viele mussten dafuer arbeiten, dass einige Wenige wie es ihnen bliebt feiern, fressen und ficken konnten. Welch Parallele sich da doch sogleich zum Schoepfer der Hartz-Gesetze auftut...</p>

<p>Aber nehmen wir fuer einen Augenblick einmal Guido's Argumente ernst und unterziehen sie einer Pruefung:</p>

<p>Gerechtigkeit - Leistung muss sich lohnen.</p>

<p>Dazu muesste man zuerst einmal zwei Dinge klaeren: Erstens, wie wir denn 'Leistung' definieren. Physikalisch ausgedrueckt, ob denn die Wirkung oder die aufgewandte Zeit als Bemessungsgrundlage herangezogen wird. Und falls wir uns auf die Wirkung beziehen, wie diese dann erfasst wird.</p>

<p>Beispiele: Eine Krankenschwester hat - sozial betrachtet - einen hohen Wirkungsgrad. Dieser laesst sich jedoch nicht ohne weiteres finanziell erfassen. Anders die Leistung eines Managers: Diese kann man mittels Parametern quantifizieren. Allerdings leider nur kurzfristig, wobei in etwa Kurzzeiteffekte oder Abschreibungen aufs Quartal gesehen ganz anders zu bewerten sind, wie Nachhaltigkeit auf Jahre hinaus, die ggf. sogar auf kurze Sicht gesehen den Gewinn schmaelert.</p>

<p>Anyway, im Allgemeinen koennen wir wohl festhalten, dass vom Zusammenhang zwischen fuer die Gesellschaft nachhaltig nuetzlicher Arbeit und deren Entlohnung kaum noch auszugehen ist. Wie sonst liessen sich auch Guido's Diaeten rechtfertigen?</p>

<p>Zweitens: Das Verfassungsgericht ist korrekterweise nicht von einer irgendwie gearteten Zwangskorrelation zwischen Leistung und Minimalversorgung ausgegangen. Die Sozialleistungen sind vergleichbar einer Versicherung eine Ersatzleistung fuer diejenigen, die - warum auch immer - nicht in der Lage sind, selbststaendig fuer ihr Einkommen zu sorgen. Leider ist Letzteres nun auch eine Folge der grassierenden 'Discounteritis', bei der zunehmend auf Importe zurueckgegriffen wird und daher Arbeitsplaetze outgesourced bzw. die verbleibenden in der Verguetung gedrueckt werden. In einer hochentwickelten und buerokratisierten Gesellschaft wie der unseren ist die Eigenverantwortung nur noch bedingt tragfaehig. Dies ist auch und gerade eine Folge der Hartz-Regelungen, bei der die Fallmanager teilweise sehr willkuerlich und keineswegs immer marktorientiert ueber Bewilligungen von Fortbildungsmassnahmen bescheiden. Und als Arbeitgeber erhaelt man leider auch nur sehr wenig wirklich brauchbaren Support von den ARGEN. Sowenig man als Arzt bei der Hilfe abwaegen darf, ob es dieser oder jener Patient verdient, geheilt zu werden, sowenig darf man die Grundrechte relativieren.</p>

<p>Das Killer-Argument der Arbeitslosen-Hasser [oder Neider?] schlechterdings ist jedoch, dass die Menschen sofort ihr Werkzeug fallen lassen und schreiend ihren Arbeitsplatz verlassen, sobald man ihnen nur genug Geld fuer Zigaretten und Bier ueberweist. Wie raelitaetsfern dies aus der Sicht von Sozio- und Psychologen gleichermassen ist, sollte einem schon der Blick auf eine simple Statistik klarmachen: Ueber zwei Drittel aller Lottomillionaere arbeiten in ihrem normalen Alltagsjob weiter. Warum ist dies so? Weil Menschen schon allein aus der Tatsache, dass sie arbeiten ein Gluecksgefuehl beziehen, dass weniger mit dem Salaer zu tun hat, denn mit der sozialen Anerkennung und der ureigenen Freude an der Produktivitaet; Dieselbe Ursache im Uebrigen, weshalb Menschen Hobbies und Ehrenaemter ausueben.</p>

<p>Auch verfuegt der gemeine Homo Sapiens ueber eine Art hereditaees Gerechtigkeitsgefuehl; Auf Kosten anderer Leben wird daher nur den Wenigsten - Soziopathen und spezielle FDP-Politiker einmal grosszuegig excludiert -  ein persistentes Gluecksgefuehl bescheren. Und selbst diese Subjekte hat das Grundgesetz grosszuguegig bedacht, und zwar nicht ohne Grund. Wir repetieren an dieser Stelle: Die Grundrechte - im Besonderen die Menschenwuerde - gelten fuer ALLE Menschen. </p>

<p>Desweiteren sehe ich, bereinigt man die Diskussion einmal um den irrationalen Neidfaktor, keinen nennenswerten Nachteil darin, dass eine Gesellschaft, die ohnehin niemals mehr in der Lage sein wird, Vollbeschaeftigung fuer alle bereitzustellen, es der sozialen Gerechtigkeit und des consensus omnium wegen tolerieren kann, dass diejenigen, die mangels Ausbildung keinen sinnvollen Job ausueben koennen, sich auf die noble Taetigkeit des Verbrauchen beschraenken. Auch hier fallen Steuern an und werden Arbeitsplaetze geschaffen. Und als Arbeitgeber und Unternehmer moechte ich auf unmotivierte Mitarbeiter sowieso verzichten und meine Kraft stattdessen auf Diejenigen konzentrieren, die gerne arbeiten wollen. Foerdern statt fordern und positiv Verstaerken als Motivation.</p>

<p>Kleine Randbemerkung: Pro 100 Mio. hinterzogenen Steuergeldern liessen sich - konservativ gerechnet - 1000 Hartz-IV-Empfaenger ueber 10 Jahre lang unterhalten; Wobei das Geld hier im binnenkonjunkturellen Umlauf verbliebe. </p>

<p>Cave: Damit wollte ich allerdings keinesfalls zum Ausdruck gebracht haben, dass ich deshalb den Ankauf der auf illegalen Weg erzeugten Datensaetze protegiere. In einem Rechtsstaat - und als solcher pflegt sich das Deutschland-Konstrukt ja darzustellen - heiligt der Zweck eben MITNICHTEN alle Mittel. Wenngleich man emotional durchaus auch gemaess Lex Talionis argumentieren moechte; Ein Straftaeter verwirkt durch die Hintergehung des Staats den Anspruch auf dessen Protektion. Dem ist aber gott sei Dank nicht so. Siehe oben: Das Grundgesetz schuetzt [noch?] jeden Buerger ohne Ansehen seiner moralischen Qualitaeten. </p>

<p>Vergessen wir nicht: 'Lex dubia non obligat' kann eben schnell zu eine perspektivischen Frage mutieren. Allzuschnell koennen Klaeger und Richter einmal die Positionen tauschen; Oft sind sie gar nur zwei Seiten einer Medaille. DER RECHTSSTAAT DARF NIEMALS RECHT BEUGEN. NIEMALS. Sonst verliert er seine Reputation. Unwiederbringlich.</p>

<p>Pragmatisch betrachtet, erzeugt somit selbst ein voellig unproduktiver, still und leise seine Zeit vor sich hin ablebender Hartz-IV-Empfaenger ala Arno Duebel erheblich geringwertigere Kollateralschaeden, denn ein hyperaktiv-demagogischer Moechtegern-Krawallpolitiker.</p>

<p>Wuerde man konsequent den Hartz-IV-Satz in Form einer negativen Einkommenssteuer direkt ueber das Finanzamt auf Grund des individuellen Einkommenssteuerbescheids nach Vorbild der Vorsteuer ausschuetten, koennte man den gesamten Verwaltungsapparat der ARGEN einsparen und sattdessen die Kompetenz der Arbeitsaemter ausweiten. So kaemen dann auch die Menschen in den Genuss der Gerechtigkeit, die aus Scham und Angst den Weg zur ARGE bisher gemiden haben und der Zuschuss wuerde sich automatisch umgekehrt Proportional zum Einkommen verhalten. Unter einer zuvor festgelegten Grenze erhaelt der Buerger eine Auszahlung; Bis zur Freigrenze bleibt er Steuerfrei und danach beginnt die Progression bis zum Maximalsteuersatz. Der 'Anreiz' zum Arbeiten bleibt hier voll erhalten, da bis zur definierten Grenze der Einkommenssteuer-Negativbetrag einfach zusaetzlich ueberwiesen wird und dann langsam absinkt. So koennten auch Steuerfreibetraege etwa fuer Kinder und Verlustvortraege unmittelbar in Form einer Soforterstattung aktiviert und kapitalisiert werden. Der Mehrbedarf dieses Systems wuerde durch die Einsparungen im Verwaltungsapparat kompensiert. Fuer ehrenamtliche Taetigkeiten [ehemals 1-EURO-Jobs] koennte der Einkommensfreibetrag und die Steuererstattung angehoben werden.  </p>

<p>Ich darf dies Alles so aussprechen, da ich, nachdem meine Verwandschaft erst von den Nazis und dann von den Kommunisten gleichermassen politisch verfolgt und eingesperrt wurde, mich wohl kaum dem Verdacht aussetze, einer wie auch immer gearteten politischen Extreme nahezustehen. </p>

<p>Als bekennender USA- und Englandfreund bin ich ohne jeden Zweifel; Die marktwirtschaftliche Leistungsgesellschaft ist alternativlos. Sie setzt jedoch als conditio sine qua non eine Chancengleichheit voraus. Und diese faengt zuallererst beim Bildungssystem an, das ausgerechnet in Deutschland wie bei sonst kaum einem anderen westlichen Land den Zusammenhang zwischen elterlichen Vermoegen und kuenftiger Karriere der Kinder offenbart.</p>

<p>Eine Leistungsgesellschaft, die die Leistenden bevorzugt koennte jedoch nur dann theoretisch gerecht sein, wenn alle Protagonisten unter denselben Voraussetzungen antreten. So, wie es etwa im Sport bei der Olympiade versucht wird. Leider ist dies im praktischen Leben aus den bereits genannten Gruenden unmoeglich. Deshalb sollten diejenigen, die vom Schicksal bevorzugt wurden und nun zu den Leistungtraegern gehoeren duerfen, genug Toleranz und Caritas aufweisen, von ihrem Glueck ein kleinwenig abzugeben.</p>

<p>Warum mir ob dem ganzen Populismus der schwarz-gelben Klo - aehh Koalition wohl das Wort vom 'Gelben Elend' [eigentlich bezogen auf das sowjetische Internierunglager Bautzen II] in den Sinn kommt...?!</p>


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<p>Nescis mi fili, quantilla prudentis mundus regatur.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/14/westerwelle">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/14/westerwelle#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Was hat eigentlich Pandora mit der Buechse zu tun?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/01/pandora-mit-der-buechse</link>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 05:21:36 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>
<category domain="alt">Politik</category>
<category domain="alt">Wirtschaft</category>			<guid isPermaLink="false">70@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Was hat eigentlich Pandora mit der Buechse zu tun? Antwort: Im Prinzip nichts. Aber eigentlich Alles.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Meine Frau war schuld. Eigentlich wollte ich gar nicht ins Kino gehen. Allein, ich entschloss mich, ihr den Gefallen zu tun; Zugegeben mit der mir eigenen, eher konservativ maessigen Erwartungshaltung. Doch dann wurde ich positiv enttaeuscht: Der begnadete Director und Writer, der zugleich studierter Physiker und Philosoph ist, James Cameron, hat mit diesem Film fuer wahr die Buechse der Pandora aufgemacht. Zum Einen, weil Cameron - nachdem er ueber fuenfzehn Jahre mangels adaequater Virtualisierungstechnologien auf die Realisation seines Storybooks warten musste - audiovisuell mit seiner neuartigen 'Motion Capture' Technologie ein dreidimensionales Erlebnisfeuerwerk geschaffen hat, welches weniger ein Kinobesuch denn vielmehr eine aeusserst detailgetreue und massstabsgetreue Reise in eine phantastische andere Realitaet geworden ist, bei der sogar die von dem Linguistic Professor Paul Frommer eigens fuer Cameron entwickelte Sprache der Na'vi erlernbar ist. Danach erscheint Einem zwangslaeufig jeder andere Film als langweiliger Pausenfueller-Kompromiss. Bestenfalls. Und dies nicht, weil 'Avatar' ein hervorrangender Science Fiction ist, sondern trotz. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei mag es paradox anmuten: Obwohl jede Menge Special Effects, Virtual Reality und CGI zum Zuge kommen, beschraenkt sie Cameron auf das Minimum, welches gerade von Noeten ist, um den Zuschauer die Geschichte von Revolution, Liebe und Erloesung erleben zu lassen. Wo es einem guten Director fuer gewoehnlich gelingt, den 'Unglauben des Zuschauers fuer die Dauer des Films zu supendieren', kehrt Cameron die Sache kurzerhand um: Der Glauben wird hinterher auf die Probe gestellt - ist Pandora wirklich nur virtuell?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer sich hier nun auf die gern zitierte Kritik zu berufen versucht, die Story sei zu schlicht, der uebersieht geflisssentlich, dass sich gerade in der Einfachheit zumeist die Wahrheit [der Seele] verbirgt. Simplex sigillum veri.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Anderen hat Cameron, indem er unseren Blick auf die ferne Zukunft richtet, der Menschheit zugleich auf einmalige Art und Weise den haesslichen Spiegel ihrer Vergangenheit vorgehalten: Das Schicksal des Planeten Pandora ist zugleich eine Remineszenz an das Schicksal der gerade vergehenden Erde. Wie die sprichwoertlichen Heuschrecken aus der Bibel zieht der Homo Sapiens ganz seiner ihm eigenen Tradition gemaess weiter und sucht sich den naechsten Planeten zur Occupation, Ausbeutung und Zerstoerung. Wenn es wie immer was zu holen gibt und das grosse Business winkt; Wen hindern da ein paar dumme Na'vi, die zufaellig dort zuhause sind?!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie sich die Geschichte doch wiederholt: Von den Indianern an hat der Mensch nicht davor zurueckgeschreckt, selbst seine eigene Species schonungslos auszurotten. Notfalls unter Anwendung einer kruden Umdeutung des Mensch-Begriffs mithilfe einer konstruierten Religion.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei wirkt die traumhaft schoene und farbenfrohe Welt Pandoras wie eine dialektische Antipode unserer inzwischen grauen und farblosen Erde. Da ist es wohl eher kein Zufall, dass die Navi blau sind. Das Symbol der Romatik schlechthin. In der 'Blauen Blume' [Novalis] verbinden sich nicht nur Natur, Mensch und Geist; Sie symbolisiert das Streben nach der Erkenntnis der Natur und, daraus folgend, auch des meschlichen Selbst. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erinnern wir uns: Die Romantik erweitert den humanistisch bzw. aufklarerischen 'Mensch' Begriff: Sie uebergewichtet das Gefuehl in den Gedanken. Sie geht von einer Form des Denkens aus, die eher vom persoenlichen Lieben und den persoenlichen Gefuehlen abhaengig ist, denn von abstrakter Theorie. Nicht umsonst basiert das Denken als theoretischer Begriff in der Romantik auf der persoenlichen Liebe. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Somit repraesentiert die Blaue Blume das Streben nach der Erkenntnis [...] des Selbst. Das Selbst, also mein Fuehlen, mein Denken und das, worueber ich nachdenke, ist mehr als mein rationales Ich. Das Selbst ist hier als Ergebnis meines eigenen Erkenntnisvorganges deklariert. Es wird so zu einem allumfassenden Konzept. Erstens: Der, der ueber mich nachdenkt. Zweitens: Der, der fuehlt, und ueber dessen Gefuehle bzw. Gedanken nachgedacht wird. Und last but not least: Das Resultat meines Nachdenken. Eine Art hoeheres Selbst, welches sich erkannt hat. Mit dem Begriff des Erkennens sind wir dann wieder bei der Liebe:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn in der Bibel 'ein Weib erkannt' wird, dann handelt es sich um eine diskrete Umschreibung fuer Sex - selbstverstaendlich auf der Basis Liebe. Erkenntnis der Natur findet statt, indem ich die Liebe in all ihren Erscheinungsformen durchlebe. Dann habe ich die Natur erkannt. Und folglich auch mein Selbst. Das sind die Grundgedanken der Romantik, die im Symbol der Blauen Blume zusammengefasst werden. Die Kohaerenz dieses Motivs stellt Cameron konsequenterweise selbst in dem von Leona Lewis so traumhaft interpretierten Titelsong sicher: 'I see me through your eyes'. Wir sind Beides: Die Na'vi. Und deren Moerder. Das relativiert schlussendlich auch die Definition 'Mensch'.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Glueck laesst Camerons Avatar Held Jake uns nicht in der depressiven Erkenntnis dieser Tatsache zurueck: Von der Liebe zu seiner Neytiri getrieben, entdeckt Jake schliesslich die Wahrheit und findet zu sich selbst zurueck. Die absolute Liebe als spirituelle Gemeinsamkeit ueberwindet den Rassismus. Wie symbolisch, dass er um die Freiheit seines neuen Leben geniessen zu koennen, seinen alten gehandicapten Koerper zuruecklassen muss. Dazu muss Jake wie ein Kind alles neu erlernen. Stueck fuer Stueck beginnt er sein Alter Ego, seinen Avatar, als einen Teil seiner selbst zu schaetzen. Er begreift auch, dass das Tier, welches ihm am gefaehrlichsten ist und ihn toeten will, zugleich sein staerkster Gefaehrte werden kann. Wenn er nur die Herausforderung annimmt, sich seiner Angst stellt und es ihm gelingt, jene spirituelle Verbindung [Tsahaylu] zu etablieren. Achtung und Respekt vor der faszinierenden, schier unerschoepflichen Artenvielfalt und Leben wie Tod eines jeden Lebewesen. Und das alle Enegie nur geliehen ist und man sie am Ende eventuell zurueckgeben muss. Darueber vergessen die Na'vi niemals, wie zutiefst traurig jedes Sterben stets bleiben wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Schluss braucht Jake Sully weder Rollstuhl noch Atemmaske und fliegt zusammen mit seiner Neytiri auf ihren Banshees [Ikranen] in den Sonnenuntergang. Der hoechstmoegliche Grad der Freiheit schlechthin. Und Erloesung.  &lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Ohne Frage: James Cameron ist mit 'Avatar - Aufbruch nach Pandora' ein grossartiges Epos gelungen, das seinesgleichen lange vergeblich suchen wird und welches just diese Emotion transportieren kann, das selbst George Lukas in 'Star Wars' vermissen liess. Dieses Quaentchen zeichnet sich dann dafuer verantwortlich, dass man vergisst, im Kino zu sitzen und am Schluss mit dem Gefuehl nachhause geht, eine andere Dimension besucht zu haben. Und wie jede echte Excursion immer auch das eigene Leben modifiziert, ist man am Ende ein bisschen ein anderer Mensch geworden. Die neugeschoepfte Hoffnung ist dabei der groesste Gewinn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das erste und wohl einzige Mal spreche ich hier eine direkte und sehr persoenliche Empfehlung aus. Von ganzem Herzen rate ich jedem, der sich noch einen Rest Phantasie und Liebe im Herzen bewahrt hat: Gehen Sie ins Kino; Auch, wenn Sie es gewoehnlich nicht tun. Treten sie diese Reise ins Paradies an, in eine Welt, in der James Cameron C.G. Jungs kollektives Unbewusste in das faszinierende Bild eines leuchtenden neuronalen Netzwerks aller Lebewesen transcribiert und den Baum-Archetypus als Sinnbild der immerwaehrenden Erneuerung und des ewigen Lebens im 'Baum der Seelen' [Utral Aymokriy&amp;#228;] materialisiert. Dorthin, wo die grosse Mutter [Eywa] ueber aller Schicksal wacht und die Liebe als ein mystisches Band [Tsahaylu] unsterblich ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vergessen Sie einen Moment die Schrecken des Alltags. Tauchen Sie ein in diese unvergleich beruehrende Odyssee, die gleichermassen in die Tiefen des fremdesten, wie des ureigensten Universums fuehrt. Wo Grenzen verschwimmen und Traum und Realitaet bereitwillig ihre Plaetze tauschen. Danach wird Ihr Leben nicht mehr dasselbe sein; Wie dieser Film ueberhaupt in total die ganze Welt veraendert. Ob mit Ihren Liebsten oder zur Not auch Allein: Sie werden es nicht bereuen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;O&amp;#233;l ng&amp;#225;ti k&amp;#225;meie [Na'vi fuer 'Ich sehe Dich']&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ubi bene, ibi patria.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/01/pandora-mit-der-buechse&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Was hat eigentlich Pandora mit der Buechse zu tun? Antwort: Im Prinzip nichts. Aber eigentlich Alles.</p>

<p>Meine Frau war schuld. Eigentlich wollte ich gar nicht ins Kino gehen. Allein, ich entschloss mich, ihr den Gefallen zu tun; Zugegeben mit der mir eigenen, eher konservativ maessigen Erwartungshaltung. Doch dann wurde ich positiv enttaeuscht: Der begnadete Director und Writer, der zugleich studierter Physiker und Philosoph ist, James Cameron, hat mit diesem Film fuer wahr die Buechse der Pandora aufgemacht. Zum Einen, weil Cameron - nachdem er ueber fuenfzehn Jahre mangels adaequater Virtualisierungstechnologien auf die Realisation seines Storybooks warten musste - audiovisuell mit seiner neuartigen 'Motion Capture' Technologie ein dreidimensionales Erlebnisfeuerwerk geschaffen hat, welches weniger ein Kinobesuch denn vielmehr eine aeusserst detailgetreue und massstabsgetreue Reise in eine phantastische andere Realitaet geworden ist, bei der sogar die von dem Linguistic Professor Paul Frommer eigens fuer Cameron entwickelte Sprache der Na'vi erlernbar ist. Danach erscheint Einem zwangslaeufig jeder andere Film als langweiliger Pausenfueller-Kompromiss. Bestenfalls. Und dies nicht, weil 'Avatar' ein hervorrangender Science Fiction ist, sondern trotz. </p>

<p>Dabei mag es paradox anmuten: Obwohl jede Menge Special Effects, Virtual Reality und CGI zum Zuge kommen, beschraenkt sie Cameron auf das Minimum, welches gerade von Noeten ist, um den Zuschauer die Geschichte von Revolution, Liebe und Erloesung erleben zu lassen. Wo es einem guten Director fuer gewoehnlich gelingt, den 'Unglauben des Zuschauers fuer die Dauer des Films zu supendieren', kehrt Cameron die Sache kurzerhand um: Der Glauben wird hinterher auf die Probe gestellt - ist Pandora wirklich nur virtuell?</p>

<p>Wer sich hier nun auf die gern zitierte Kritik zu berufen versucht, die Story sei zu schlicht, der uebersieht geflisssentlich, dass sich gerade in der Einfachheit zumeist die Wahrheit [der Seele] verbirgt. Simplex sigillum veri.</p>

<p>Zum Anderen hat Cameron, indem er unseren Blick auf die ferne Zukunft richtet, der Menschheit zugleich auf einmalige Art und Weise den haesslichen Spiegel ihrer Vergangenheit vorgehalten: Das Schicksal des Planeten Pandora ist zugleich eine Remineszenz an das Schicksal der gerade vergehenden Erde. Wie die sprichwoertlichen Heuschrecken aus der Bibel zieht der Homo Sapiens ganz seiner ihm eigenen Tradition gemaess weiter und sucht sich den naechsten Planeten zur Occupation, Ausbeutung und Zerstoerung. Wenn es wie immer was zu holen gibt und das grosse Business winkt; Wen hindern da ein paar dumme Na'vi, die zufaellig dort zuhause sind?!</p>

<p>Wie sich die Geschichte doch wiederholt: Von den Indianern an hat der Mensch nicht davor zurueckgeschreckt, selbst seine eigene Species schonungslos auszurotten. Notfalls unter Anwendung einer kruden Umdeutung des Mensch-Begriffs mithilfe einer konstruierten Religion.</p>

<p>Dabei wirkt die traumhaft schoene und farbenfrohe Welt Pandoras wie eine dialektische Antipode unserer inzwischen grauen und farblosen Erde. Da ist es wohl eher kein Zufall, dass die Navi blau sind. Das Symbol der Romatik schlechthin. In der 'Blauen Blume' [Novalis] verbinden sich nicht nur Natur, Mensch und Geist; Sie symbolisiert das Streben nach der Erkenntnis der Natur und, daraus folgend, auch des meschlichen Selbst. </p>

<p>Erinnern wir uns: Die Romantik erweitert den humanistisch bzw. aufklarerischen 'Mensch' Begriff: Sie uebergewichtet das Gefuehl in den Gedanken. Sie geht von einer Form des Denkens aus, die eher vom persoenlichen Lieben und den persoenlichen Gefuehlen abhaengig ist, denn von abstrakter Theorie. Nicht umsonst basiert das Denken als theoretischer Begriff in der Romantik auf der persoenlichen Liebe. </p>

<p>Somit repraesentiert die Blaue Blume das Streben nach der Erkenntnis [...] des Selbst. Das Selbst, also mein Fuehlen, mein Denken und das, worueber ich nachdenke, ist mehr als mein rationales Ich. Das Selbst ist hier als Ergebnis meines eigenen Erkenntnisvorganges deklariert. Es wird so zu einem allumfassenden Konzept. Erstens: Der, der ueber mich nachdenkt. Zweitens: Der, der fuehlt, und ueber dessen Gefuehle bzw. Gedanken nachgedacht wird. Und last but not least: Das Resultat meines Nachdenken. Eine Art hoeheres Selbst, welches sich erkannt hat. Mit dem Begriff des Erkennens sind wir dann wieder bei der Liebe:</p>

<p>Wenn in der Bibel 'ein Weib erkannt' wird, dann handelt es sich um eine diskrete Umschreibung fuer Sex - selbstverstaendlich auf der Basis Liebe. Erkenntnis der Natur findet statt, indem ich die Liebe in all ihren Erscheinungsformen durchlebe. Dann habe ich die Natur erkannt. Und folglich auch mein Selbst. Das sind die Grundgedanken der Romantik, die im Symbol der Blauen Blume zusammengefasst werden. Die Kohaerenz dieses Motivs stellt Cameron konsequenterweise selbst in dem von Leona Lewis so traumhaft interpretierten Titelsong sicher: 'I see me through your eyes'. Wir sind Beides: Die Na'vi. Und deren Moerder. Das relativiert schlussendlich auch die Definition 'Mensch'.</p>

<p>Zum Glueck laesst Camerons Avatar Held Jake uns nicht in der depressiven Erkenntnis dieser Tatsache zurueck: Von der Liebe zu seiner Neytiri getrieben, entdeckt Jake schliesslich die Wahrheit und findet zu sich selbst zurueck. Die absolute Liebe als spirituelle Gemeinsamkeit ueberwindet den Rassismus. Wie symbolisch, dass er um die Freiheit seines neuen Leben geniessen zu koennen, seinen alten gehandicapten Koerper zuruecklassen muss. Dazu muss Jake wie ein Kind alles neu erlernen. Stueck fuer Stueck beginnt er sein Alter Ego, seinen Avatar, als einen Teil seiner selbst zu schaetzen. Er begreift auch, dass das Tier, welches ihm am gefaehrlichsten ist und ihn toeten will, zugleich sein staerkster Gefaehrte werden kann. Wenn er nur die Herausforderung annimmt, sich seiner Angst stellt und es ihm gelingt, jene spirituelle Verbindung [Tsahaylu] zu etablieren. Achtung und Respekt vor der faszinierenden, schier unerschoepflichen Artenvielfalt und Leben wie Tod eines jeden Lebewesen. Und das alle Enegie nur geliehen ist und man sie am Ende eventuell zurueckgeben muss. Darueber vergessen die Na'vi niemals, wie zutiefst traurig jedes Sterben stets bleiben wird.</p>

<p>Zum Schluss braucht Jake Sully weder Rollstuhl noch Atemmaske und fliegt zusammen mit seiner Neytiri auf ihren Banshees [Ikranen] in den Sonnenuntergang. Der hoechstmoegliche Grad der Freiheit schlechthin. Und Erloesung.  </p>


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<p>Ohne Frage: James Cameron ist mit 'Avatar - Aufbruch nach Pandora' ein grossartiges Epos gelungen, das seinesgleichen lange vergeblich suchen wird und welches just diese Emotion transportieren kann, das selbst George Lukas in 'Star Wars' vermissen liess. Dieses Quaentchen zeichnet sich dann dafuer verantwortlich, dass man vergisst, im Kino zu sitzen und am Schluss mit dem Gefuehl nachhause geht, eine andere Dimension besucht zu haben. Und wie jede echte Excursion immer auch das eigene Leben modifiziert, ist man am Ende ein bisschen ein anderer Mensch geworden. Die neugeschoepfte Hoffnung ist dabei der groesste Gewinn.</p>

<p>Das erste und wohl einzige Mal spreche ich hier eine direkte und sehr persoenliche Empfehlung aus. Von ganzem Herzen rate ich jedem, der sich noch einen Rest Phantasie und Liebe im Herzen bewahrt hat: Gehen Sie ins Kino; Auch, wenn Sie es gewoehnlich nicht tun. Treten sie diese Reise ins Paradies an, in eine Welt, in der James Cameron C.G. Jungs kollektives Unbewusste in das faszinierende Bild eines leuchtenden neuronalen Netzwerks aller Lebewesen transcribiert und den Baum-Archetypus als Sinnbild der immerwaehrenden Erneuerung und des ewigen Lebens im 'Baum der Seelen' [Utral Aymokriy&#228;] materialisiert. Dorthin, wo die grosse Mutter [Eywa] ueber aller Schicksal wacht und die Liebe als ein mystisches Band [Tsahaylu] unsterblich ist.</p>

<p>Vergessen Sie einen Moment die Schrecken des Alltags. Tauchen Sie ein in diese unvergleich beruehrende Odyssee, die gleichermassen in die Tiefen des fremdesten, wie des ureigensten Universums fuehrt. Wo Grenzen verschwimmen und Traum und Realitaet bereitwillig ihre Plaetze tauschen. Danach wird Ihr Leben nicht mehr dasselbe sein; Wie dieser Film ueberhaupt in total die ganze Welt veraendert. Ob mit Ihren Liebsten oder zur Not auch Allein: Sie werden es nicht bereuen.</p>

<p>O&#233;l ng&#225;ti k&#225;meie [Na'vi fuer 'Ich sehe Dich']</p>

<p>Ubi bene, ibi patria.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/02/01/pandora-mit-der-buechse">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yervan: Who the fuck is ELENA?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/01/08/who-the-fuck-is-elena</link>
			<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 06:41:53 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>
<category domain="alt">Politik</category>
<category domain="alt">Wirtschaft</category>
<category domain="alt">Humor</category>			<guid isPermaLink="false">69@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yervan: Who the fuck is ELENA? Antwort: Im Prinzip ist sie wie Alice. Aber Elena ist keine normale Nachbarin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erinnern wir uns; Alice, das huebsche Maedchen aus dem wohlbekannten Song, wurde ja gerne Ziel einer Observation. Nun, Elena ist anders - anstatt als attraktiver Gegenstand der Betrachtung zu fungieren, zieht sie es vor, uns zu betrachten. Und zwar gruendlich.&lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;videoblock&quot;&gt;&lt;object data=&quot;http://www.youtube.com/v/yNylto0vOBw&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/yNylto0vOBw&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;


&lt;p&gt;Schauen wir uns nun die offizielle wie theoretische Leistungsfaehigkeit von ELENA, dem Elektronischen Entgelt NAchweis, an, dann wird schnell klar: Die leidige Diskussion um die sogennanten Nacktscanner scheinen geradezu ein mickriger Ablenkungsversuch, um das Stimmvieh vor dem Todesschock der Realitaet zu schuetzen. Unbenommen ihrer praktsichen Sicherheitsrelevanz, aber ist es nicht sehr viel weniger verfaenglich, einem anonymen Airportmitarbeiter gegenueber seinen Pillermann (oder analog sein feminines Aequivalent) via Screen zur Darstellung bringen zu lassen, denn sein komplettes Curriculum Vitae samt sensibelster Daten ueber die Amtsstuben der Republik zu versprengen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ja, natuerlich muessen Sie zustimmen, um die Daten freizugeben. Das muessen Sie heute im Falle der Kontodaten uebrigens auch zB. bei Hartz IV Antraegen und aehnlichen. Allein, was ist eine 'freiwillige Zustimmung' wert, wenn sie mit vorgehaltener Pistole, d.h. unter Androhung von Leistungskuerzungen usw., erfolgt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aaber halt - sind wir nicht alle unbescholtene Buerger, die nichts zu verbergen haben? Doch, das mag schon so sein. Nur, dass SIE das beweisen muessen! Ich habe selbst beruflich Faelle von Mobbing begleiten duerfen, bei denen der Unschuldige den Kuerzeren gezogen hat. Die Beislastumkehr bedeutet eben leider auch die Abwendung vom altehrwuerdigen 'in dubio pro reo' - Grundsatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anstatt nun nur die Fakten zu wiederholen, verweise ich auf die Stellungnahme des &lt;a href=&quot;http://www.steuerzahler-nrw.de/Elena-Verfahren-sollte-ausgesetzt-werden/24205c27665i1p65/index.html&quot;&gt;Bundes der Steuerzahler e.V.&lt;/a&gt;, sowie die - wie zumeist - brilliante Berichterstattung von &lt;a href=&quot;http://www.wdr.de/tv/monitor/&quot;&gt;ARD MONITOR&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;videoblock&quot;&gt;&lt;object data=&quot;http://www.youtube.com/v/s5Jf4HsGXSs&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;350&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/s5Jf4HsGXSs&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;


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&lt;p&gt;In diesem Sinne: Prost Neujahr!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nescis mi fili, quantilla prudentis mundus regatur.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/01/08/who-the-fuck-is-elena&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yervan: Who the fuck is ELENA? Antwort: Im Prinzip ist sie wie Alice. Aber Elena ist keine normale Nachbarin.</p>

<p>Erinnern wir uns; Alice, das huebsche Maedchen aus dem wohlbekannten Song, wurde ja gerne Ziel einer Observation. Nun, Elena ist anders - anstatt als attraktiver Gegenstand der Betrachtung zu fungieren, zieht sie es vor, uns zu betrachten. Und zwar gruendlich.</p>


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<p>Schauen wir uns nun die offizielle wie theoretische Leistungsfaehigkeit von ELENA, dem Elektronischen Entgelt NAchweis, an, dann wird schnell klar: Die leidige Diskussion um die sogennanten Nacktscanner scheinen geradezu ein mickriger Ablenkungsversuch, um das Stimmvieh vor dem Todesschock der Realitaet zu schuetzen. Unbenommen ihrer praktsichen Sicherheitsrelevanz, aber ist es nicht sehr viel weniger verfaenglich, einem anonymen Airportmitarbeiter gegenueber seinen Pillermann (oder analog sein feminines Aequivalent) via Screen zur Darstellung bringen zu lassen, denn sein komplettes Curriculum Vitae samt sensibelster Daten ueber die Amtsstuben der Republik zu versprengen?</p>

<p>Ja, natuerlich muessen Sie zustimmen, um die Daten freizugeben. Das muessen Sie heute im Falle der Kontodaten uebrigens auch zB. bei Hartz IV Antraegen und aehnlichen. Allein, was ist eine 'freiwillige Zustimmung' wert, wenn sie mit vorgehaltener Pistole, d.h. unter Androhung von Leistungskuerzungen usw., erfolgt?</p>

<p>Aaber halt - sind wir nicht alle unbescholtene Buerger, die nichts zu verbergen haben? Doch, das mag schon so sein. Nur, dass SIE das beweisen muessen! Ich habe selbst beruflich Faelle von Mobbing begleiten duerfen, bei denen der Unschuldige den Kuerzeren gezogen hat. Die Beislastumkehr bedeutet eben leider auch die Abwendung vom altehrwuerdigen 'in dubio pro reo' - Grundsatz.</p>

<p>Anstatt nun nur die Fakten zu wiederholen, verweise ich auf die Stellungnahme des <a href="http://www.steuerzahler-nrw.de/Elena-Verfahren-sollte-ausgesetzt-werden/24205c27665i1p65/index.html">Bundes der Steuerzahler e.V.</a>, sowie die - wie zumeist - brilliante Berichterstattung von <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/">ARD MONITOR</a>.</p>


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<p>In diesem Sinne: Prost Neujahr!</p>

<p>Nescis mi fili, quantilla prudentis mundus regatur.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/01/08/who-the-fuck-is-elena">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2010/01/08/who-the-fuck-is-elena#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Wird das neue Jahr besser?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/12/21/wird-das-neue-jahr-besser</link>
			<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 03:04:22 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>
<category domain="alt">Wirtschaft</category>			<guid isPermaLink="false">68@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Wird das neue Jahr besser? Antwort: Das kommt ganz darauf an, was Sie daraus machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ideen fuer Neujahrs-Wuensche:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Deine Feinde: Vergebung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Deine Gegner: Toleranz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Deine Freunde: Dein Herz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Deine Kunden: Service.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Alle: Naechstenliebe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer jedes Kind: Ein gutes Beispiel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fuer Dich selbst: Respekt.&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;EIN FROHES NEUES JAHR ALLEN MEINEN LIEBEN LESERN - SHNORHAVOR AMANOR EV SURB CNUND!&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/12/21/wird-das-neue-jahr-besser&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Wird das neue Jahr besser? Antwort: Das kommt ganz darauf an, was Sie daraus machen.</p>

<p>Ideen fuer Neujahrs-Wuensche:</p>

<p>Fuer Deine Feinde: Vergebung.</p>

<p>Fuer Deine Gegner: Toleranz.</p>

<p>Fuer Deine Freunde: Dein Herz.</p>

<p>Fuer Deine Kunden: Service.</p>

<p>Fuer Alle: Naechstenliebe.</p>

<p>Fuer jedes Kind: Ein gutes Beispiel.</p>

<p>Fuer Dich selbst: Respekt.</p>


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<p>EIN FROHES NEUES JAHR ALLEN MEINEN LIEBEN LESERN - SHNORHAVOR AMANOR EV SURB CNUND!</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/12/21/wird-das-neue-jahr-besser">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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				<item>
			<title>Frage an Radio Yerevan: Gibt es was Neues?</title>
			<link>http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/10/28/gibt-es-was-neues</link>
			<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 07:02:34 +0000</pubDate>			<dc:creator>admin</dc:creator>
			<category domain="main">News</category>			<guid isPermaLink="false">67@http://blog.radio-yerevan.com/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Frage an Radio Yerevan: Gibt es was Neues? Antwort: Im Prinzip schon. Jedoch mindestens nix, was der Aufregung wert waere bzw. sich nicht schon andere ausfuehrlich ergossen haetten. Dafuer sind da ein paar traumhaftschoene Songs. Fluechten wir einen Moment der Trivialitaet des Alltagsfrust und lassen uns ganz vom Zauber der Musik entfuehren...&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Amor vita est.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/10/28/gibt-es-was-neues&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Yerevan: Gibt es was Neues? Antwort: Im Prinzip schon. Jedoch mindestens nix, was der Aufregung wert waere bzw. sich nicht schon andere ausfuehrlich ergossen haetten. Dafuer sind da ein paar traumhaftschoene Songs. Fluechten wir einen Moment der Trivialitaet des Alltagsfrust und lassen uns ganz vom Zauber der Musik entfuehren...</p>


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<p>Amor vita est.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://blog.radio-yerevan.com/blog1.php/2009/10/28/gibt-es-was-neues">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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